Architektur Ideenwettbewerb 2026

HEATWAVE
Adapting Public Spaces to Extreme Weather Conditions

Open Call
Bewerbungsfrist : 1. September 2026.

Es ist unbestritten, dass in den Städten und auf dem Land in Europa seit einigen Jahrzehnten im Sommer (aber auch zu anderen Jahreszeiten!) immer häufiger Hitzewellen auftreten. Diese extremen Wetterbedingungen haben direkte Auswirkungen auf unseren Alltag – sie machen öffentliche Räume für mehrere Tage unzugänglich, begünstigen Waldbrände oder erhöhen das Sterblichkeitsrisiko für Menschen mit geschwächter Gesundheit erheblich.

Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland sehen wir uns gezwungen, unser Verhalten an Temperaturen anzupassen, die weit über denen liegen, an die wir im letzten Jahrhundert gewöhnt waren. Während die Länder Südeuropas historisch und kulturell gelernt haben, mit hohen Temperaturen umzugehen, sieht es in Paris, Berlin, Dortmund, Besançon, Lille oder Chemnitz ganz anders aus – ganz zu schweigen von den ländlichen Gebieten und den Vorstädten.

Angesichts dieses wachsenden Problems ist es unerlässlich, Strategien zur Anpassung, Umgestaltung und Modernisierung öffentlicher Räume zu entwickeln. Ziel des Wettbewerbs ist es, dafür zu sorgen, dass alle Menschen Plätze, Parks, Gehwege und den ländlichen Raum auch bei Hitzewellen weiterhin nutzen können. Auch wenn es bereits Lösungen für dieses Problem gibt, sind wir sicher, dass noch zahlreiche weitere Ideen gefunden werden können.

Der Ideenwettbewerb HEATWAVE lädt Künstlerinnen, Architektinnen und Designerinnen – Studierende oder Absolventinnen, allein oder als Team – dazu ein, einen Ort auszuwählen, der bei Hitzewellen unbenutzbar wird. Dieser kann in Frankreich oder Deutschland liegen, in der Stadt oder auf dem Land. Alle Ideen sind willkommen. Einfallsreichtum ist erwünscht, um zu zeigen, dass es auch mit geringen Mitteln (aber auch mit utopischen und radikalen Lösungen) möglich sein kann, unsere öffentlichen Räume an eine dramatische Klimazukunft anzupassen.

Die Jury erbittet Ihre Vorschläge in Form von drei bis sechs Bildern (Collagen, Zeichnungen usw.) zusammen mit einem Text von 500 Wörtern (auf Englisch) in einem pdf-Dokument. Sie wird dabei besonders auf zwei Aspekte achten: Zum einen auf die Wahl des Standorts für das Projekt und dessen Bedeutung für die Bewohner*innen des Gebiets, in das es eingebettet ist. Zum anderen auf die Originalität der vorgeschlagenen Lösung, einen öffentlichen Raum an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen und gleichzeitig die Umweltauswirkungen dieser Maßnahmen so gering wie möglich zu halten.

Die drei besten Ideen werden mit den folgenden Preisen ausgezeichnet: 5.000€ für den ersten Platz, 2.500€ für den zweiten Platz und 1.500€ für den dritten Platz.

Die Jury wird in Kürze bekannt gegeben.

Um teilnahmeberechtigt zu sein, müssen die Bewerber*innen:

  • einen Wohnsitz in Frankreich oder in Deutschland haben,
  • eine Steuernummer (oder franz. N° de SIRET) besitzen,
  • im Bereich der Architektur, Innenarchitektur, Landschafts- und Stadtplanung, des Designs oder der bildenden Kunst tätig sein,
  • mindestens 18 Jahre alt sein.

Einzureichen sind:

  • 3 bis 6 Bilder (Pläne, Zeichnungen, Schnitte, computergenerierte Bilder) im DIN-A4-Format (21×29,7), JPG., 300dpi.,
  • ein Text von maximal 500 Wörtern entweder auf Englisch als PDF-Datei,
  • das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Teilnahmeformular (Formular in Kürze zum Herunterladen verfügbar).

Die Bewerbungen werden der Jury anonym vorgelegt.

PERSPEKTIVE ist ein deutsch-französischer Fonds für zeitgenössische Kunst und Architektur, der 2014 vom Büro für Bildende Kunst des Institut français Deutschland initiiert wurde und vom Institut français, dem französischen Kulturministerium und dem Goethe-Institut unterstützt wird.