BETA, Paris - la Teinturerie (Centre d’Art et d’Étude), Richelieu 2021

Hannah Müller, Christoph Nething, Anya Schalk, Porous concrete structure produced with Frozen Sand Formwork design studio, ILEK, 2017

Festival

BETA, Paris - la Teinturerie (Centre d’Art et d’Étude), Richelieu 2021

Gastlabor : ILEK(Institute for Lightweight Structures and Conceptual Design), Laboratoire de Recherche, Stuttgart (Daria Kovaleva, Prof. Dr. Werner Sobek, Prof. Dr.-Ing. M.Arch. Lucio Blandini)
Andere teilnehmende Schulen : Campus d’Excellence des Métiers d’Art et du Design, Université de Stuttgart, Brassart, CentraleSupélec

Termin

01.04 – 01.12.2021

Ort

Gemeinde Richelieu (Stadt Richelieu), Parc de Richelieu (Kanzlei der Pariser Universitäten)

„Les Utopies Constructives“ ist ein Festival für architektonische Experimente und Innovationen, das im Stadtpark von Richelieu stattfindet und von der Kanzlei der Pariser Universitäten, der Eigentümerin des Parks, unterstützt wird.

Entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen dem BETA (einer Experimentiergruppe aus Architekten, Stadtplanern, Soziologen, Anthropologen, usw.) und der Teinturerie (einem in Richelieu ansässigen Kunst- und Studienzentrum) entstanden, ist „Les Utopies Constructives“ ein Festival, dessen Thema vom Idealismus inspiriert ist, der zur Verwirklichung dieser avantgardistischen Stadt führte, die im 17. Jahrhundert vom Kardinal nach dem Vorbild einer „idealen Stadt“ gegründet wurde. Diese Veranstaltung steht im Kontext des Anthropozäns und konzentriert sich auf die Frage der Ressourcenbewirtschaftung und der Gestaltungsweisen des bebauten Raums. Das Festival versteht sich als eine auf Experimentieren und Innovation ausgerichtete Veranstaltung, deren Ziel es ist, neue konstruktive Utopien zu entwerfen, um den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen.

Bei jeder Ausgabe wird ein auf den Bereich Bauwesen und Architektur spezialisiertes Forschungslabor zu Gast in Richelieu sein. Dieses Labor wird in Zusammenarbeit mit dem BETA eine experimentelle Fußgängerbrücke entwerfen und realisieren, deren Zweck und Material je nach Thema der jeweiligen Ausgabe variieren werden. Der Bau dieser experimentellen Fußgängerbrücken im Laufe der Festivalausgaben ist auch Teil eines Denkmalschutzkonzepts, da sie bestimmte ursprüngliche Brücken des Parks ersetzen werden, die heute nicht mehr existieren. Die erste Ausgabe wird in Zusammenarbeit mit dem ILEK aus Stuttgart realisiert. Das ILEK, ein Forschungslabor, das früher von Frei Otto geleitet wurde, war schon immer ein Ort radikaler Pädagogik und Experimente mit Leichtbauweisen. Das ILEK, das zunächst von Professor Werner Sobek übernommen und später von Professor Lucio Blandini geleitet wurde, setzt heute seine experimentelle Forschung zu adaptiven Materialien und Strukturen fort.

In Zusammenarbeit mit dem BETA wird die Fußgängerbrücke vor Ort in Richelieu unter Einsatz der neuesten vom ILEK entwickelten Betontechnologien errichtet. Ihre Einweihung bildet den Auftakt des Festivals mit zwei Tagen voller Vorträge und Workshops. Das öffentlich zugängliche Festival soll Diskussionen ermöglichen, an denen Architekten, Ingenieure, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten, aber auch Wissenschaftler, Handwerker, Künstler und Studierende teilnehmen, um vorhandenes Wissen zu bündeln und gemeinsam über neue Entwurfs- und Bauweisen nachzudenken.

Der 475 Hektar große Parc de Richelieu, der sich an die Stadtmauern schmiegt, existierte bereits vor der Errichtung der Stadt. Mit seiner jahrhundertealten Geschichte beherbergte er einst das weitläufige Schloss des Kardinals, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts Stein für Stein abgerissen wurde. In einer Zeit, in der das Bauen nach neuen Utopien sucht, kann Richelieu aufgrund seiner Geschichte, seines kulturellen und Vereinslebens sowie seines einzigartigen architektonischen und landschaftlichen Erbes bei dieser Gelegenheit wieder zu einem Ort technischer und sozialer Innovation werden, der es ermöglicht, den neuen zeitgenössischen Idealen gerecht zu werden.

Das ILEK (Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren) in Stuttgart ist ein Forschungslabor, das früher von Frei Otto geleitet wurde und Schauplatz radikaler Pädagogik und Experimente mit Leichtbaukonstruktionen war. Das ILEK, das von Professor Werner Sobek übernommen wurde und heute von Professor Lucio Blandini geleitet wird, setzt seine experimentelle Materialforschung fort.

Partner : (Öffentliche Einrichtungen) Stadt Richelieu, Stiftungsfonds RICHELIEU Ville cardinale, Département Touraine
(Private Einrichtungen) Eiffage, SPAN, Presses de Touraine, Cité Richelieu

Zeitplan

Phase 1 – Entwurfsphase: Mai – Dezember 2021
Zwischenetappe – Präsentation des Baufortschritts der Fußgängerbrücke: Dezember 2021
Phase 2 – Bauphase: Januar – August 2022
Festival – Vorträge, Workshops und Einweihung der Fußgängerbrücke: September 2022