Gr_und, Berlin - Ecole des Actes, Aubervilliers 2020

Atelier à Bétonsalon dans le cadre de l’exposition 'Temple of Love' 2018, Courtesy the artist

© Bétonsalon

Ausstellung

Gr_und, Berlin - Ecole des Actes, Aubervilliers 2020

Gaëlle Choisne, Thomas Conchou, Christophe Machet, Moritz Maria Karl, Marina Stanimirovic, Lukas Wegwerth

Termin

18.05 – 14.07.2020

Temple of Love

„Temple of Love“ ist ein wandlungsfähiges Gemeinschaftsprojekt der französischen Künstlerin Gaëlle Choisne, an dem der deutsche Architekt Moritz Maria Karl und der französische Kurator Thomas Conchou beteiligt sind. „Temple of Love“ zielt darauf ab, künstlerische, architektonische und pädagogische Praktiken unter Berücksichtigung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte zu entwickeln. Ziel des Projekts ist es, innovative Recyclingpraktiken im Dienste eines architektonischen und künstlerischen Projekts zu initiieren, das die Bürger dazu anregt, neue Gewohnheiten im Umgang mit ihrer unmittelbaren Umgebung zu entwickeln, sie gleichzeitig für das Thema Plastikmüll zu sensibilisieren und neue Horizonte für die Wiederverwendung dieser Materialien zu eröffnen.

Die nächste Phase des Projekts wird in Form eines Kunstauftrags im Rahmen der Aktion „Les Nouveaux commanditaires“ der Fondation de France stattfinden, die vom Verein SOCIETIES getragen wird. Die Auftraggeber sind die Teilnehmer*innen der École des Actes, einer experimentellen Mikro-Kulturinstitution, die dazu beiträgt, die Verbindungen zwischen der Bevölkerung von Aubervilliers und Seine-Saint-Denis und der dort entstehenden Kunst durch Workshops sowie diskursive und künstlerische Produktionen zu reflektieren. Gaëlle Choisne wird diesen bürgernahen Auftrag leiten und in Zusammenarbeit mit den Lernenden Module aus Architektur-Skulpturen errichten. Diese werden anschließend als Kulisse für eine Doku-Fiktion dienen, die ein Porträt der Schule und ihrer Nutzer zeichnet.

Gaëlle Choisne (*1985) setzt sich in dynamischen Installationen, die ihre Umgebung verändern, mit aktuellen Themen wie politischen und sozialen Klimakatastrophen, der Ausbeutung von Ressourcen und den Überresten des Kolonialismus auseinander. Sie entwickelt diese Fragestellungen in einer kollaborativen und anspruchsvollen Forschungspraxis durch Workshops zu bildender Kunst und Architektur.

In Zusammenarbeit mit der École des Actes, dem Fonds PERSPEKTIVE für zeitgenössische Kunst und Architektur sowie dem vom Kulturministerium initiierten Kultur- und Lern-Sommer bringt ein Workshop die Lernenden der École des Actes mit den Künstlerinnen, Designerinnen und Architekt*innen Marina Stanimirovic, Lukas Wegwerth, Moritz Maria Karl und Christophe Machet vom 20. bis 24. Juli in La Villette im Rahmen der Veranstaltung „Plaine d’Artistes“.

20.–24.07.2020: Workshop, La Villette (Paris)
23.10.2020–04.12.2020: Ausstellung mit Workshops und digitalen Formaten während der Ausstellung, gr_und (Berlin)
2020: Ausgabe

Veranstalter: SOCIETIES (Paris)